Bebauungsplan Nr. 59a „Grover Straße“,

Bekanntmachung mit Übersichtskarte

 

Bauleitplanung Stadt Rodenberg

Bebauungsplan Nr. 59a „Grover Straße“,

 

Aufstellungsbeschluss

 

Die Stadt Rodenberg hat die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 59a „Grover Straße“ beschlossen. Dieser Beschluss wird hiermit gem. § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) bekanntgegeben.

Räumlicher Geltungsbereich

 

Das Plangebiet ist in der nebenstehenden Übersichtskarte dargestellt.

 

Allgemeine Ziele und Zwecke der Planung

Die Stadt Rodenberg ist bestrebt, die baulichen Entwicklungen auf die Innenbereiche zu konzentrieren. Für die Innenentwicklung sind baurechtliche Grundlagen zu schaffen, die eine Nachverdichtung im Kernbereich von Rodenberg ermöglichen. Im Jahr 2017 wurde der Bebauungsplan Nr. 59 „Grover Straße“ aufgestellt. Dieser sollte anfänglich aus zwei Teilbereichen bestehen, nämlich dem rechtswirksam gewordenen Teil Grover Straße 22 bis 28 und dem seinerzeit nicht weiterverfolgten Bereich um die Grover Straße 14. Letzterer soll nun im Zuge der vorliegenden verbindlichen Bauleitplanung als Bebauungsplan Nr. 59a aufgegriffen werden.

An der Grover Straße befindet sich ein leerstehendes Gebäude mit einem tiefen Grundstück. Investorenbasierende Pläne sehen vor, die leerstehende Bestandbebauung abzubrechen, um auf dem Grundstück zwei neue Mehrfamilienhäuser zu errichten. Das Grundstück liegt komplett im festgesetzten Überschwemmungsgebiet für ein 100jährliches Hochwasser. Bis vor kurzem war durch § 78 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) alter Fassung die Errichtung baulicher Anlagen in Überschwemmungsgebieten sowie die Ausweisung neuer Baugebiete grundsätzlich unter-sagt. Seit dem 05.01.2018 gilt dieses Verbot jedoch nur noch für die Ausweisung neuer Baugebiete im Außenbereich. Die Möglichkeiten für Bauvorhaben in Überschwemmungsgebieten wurden also deutlich erleichtert und für den vorliegenden Fall der Innenentwicklung ermöglicht.

Im Gegensatz zu einer ursprünglichen Planungsvariante sind die beiden Mehrfamilienhäuser nun von der Aue abgerückt. Eines der neuen Gebäude soll als Straßenrandbebauung errichtet werden.

Der innerstädtischen Nachverdichtung wird vom Gesetzgeber gegenüber der Inanspruchnahme von land-wirtschaftlichen Flächen im Außenbereich als Bauland klar der Vorzug gegeben. Auch fehlen vielfach gerade Mietwohnungen. Innenstadtnahes Wohnen würde auch zu einer weiteren Belebung der dortigen Geschäfte führen.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 59 a sollen die planungsrechtlichen Grundlagen erarbeitet und die im Betrachtungsgebiet vorhandenen Rahmenbedingungen geprüft und berücksichtigt werden. Dabei ist der Blick unter anderem auf die vorhandenen Bebauungen im Umfeld, aber auch das Thema Überschwemmungsgebiet mit zu behandeln.

 

Da die im Plangebiet zulässige überbaubare Grundfläche deutlich unter der gemäß § 13 a BauGB maximal zulässigen Höchstgrenze von 20.000 m² liegt, kann die Aufstellung des Bebauungsplanes im beschleunigten Verfahren gemäß § 13 a BauGB (Bebauungsplan der Innenentwicklung) erfolgen.

Der Bebauungsplan wird ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt (§ 13a Abs. 2 Nr. 1 BauGB) und die zu erwartenden Eingriffe als im Sinne des § 1 a Abs. 3 Satz 5 BauGB nicht ausgleichspflichtig sind.

 

Beteiligung der Öffentlichkeit

 

Der Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 59a „Grover Straße“ liegt zur Information über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung in der Zeit vom 12.03.2019 bis einschließlich 12.04.2019 während der Öffnungs- und Sprechzeiten im Verwaltungsgebäude der Samtgemeinde Rodenberg, Amtsstr. 5, 31552 Rodenberg, gem. § 3 Abs. 1 BauGB öffentlich aus. Es besteht Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung.

 

Die Unterlagen können, im gleichen Zeitraum, auch über das Internet auf der Seite der Samtgemeinde Rodenberg unter http://www.rodenberg.de/bauleitplanverfahren abgerufen werden.

 

Der Stadtdirektor

 

 

(Hudalla)